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Polstermöbel

Polstermöbel sind durch (voll- oder teilgepolstert) gefertigte in der Regel Sitz oder Liegemöbel, z.B. Polsterstühle, Polstergarnitur und Polsterbetten. Polstermöbel unterscheiden sich maßgeblich im Polsteraufbau.  Hauptsächlich wird dabei nach der Polsterhöhe in Flach- und  Hochpolsterung unterschieden.

Die Flachpolsterung wird gegenwärtig bei Polsterstühlen verwendet, die aus Schaumstoff oder losen Füllungen mit Formkanten als erhöhtes Flachpolster erstellt wird.

Die Hochpolsterung sind gegenwärtig bei Sesseln und Sofas verbreitet. Hierbei unterscheidet man die ungefederte Polsterung, unter Verwendung von Schaumstoffen, sowie die Federhochpolsterung unter Verwendung einer Unterfederung mit Federkern.

Das Polstermöbel soll nicht nur schön, sondern auch bequem sein. Schließlich möchten Sie sich in Ihrem Sessel oder Sofa auch entspannen und vom Alltagsstress erholen. Dabei ist der Aufbau des Polstermöbels entscheidend für einen angenehmen Sitzkomfort .Möbel müssen außerdem stabil, sicher, langlebig, gut verarbeitet und aus gesundheitlich unbedenklichen Materialien hergestellt sein.

Meist werden Stahlwellenfedern sog. Nosag-Federn für die Sitzunterfederung verwendet. Solche Federn werden schon seit über 40 Jahren im Polstermöbelbau verwendet, wobei zwischen Flachfedern und Rundfedern unterschieden wird. Die Federarten resultiert aus der Form der Feder im nicht gespannten Zustand. Kaum findet die Gurten-Unterfederung Verwendung. Diese Unterfederung besteht aus elastischen Polstergurten, die auf einen Sitzrahmen gespannt werden und somit für einen sehr weichen Sitzkomfort sorgen.

Der anschließende Sitzaufbau wird unterschieden z.B.  in Federkernsitz oder Schaumsitz.

Federkern

Dient überwiegend der Polsterung fester Sitze, wird aber auch als Einlage loser Kissen verwendet. Neben heutigen modernem Schaumstoff haben Federkerne nach wie vor ihren Stellenwert als hochwertige Polsterung behauptet.   Heute werden meist durch maschinengefertigte Federkerne verwendet. Wichtig für den  Polsterkomfort sind umlaufende Bandstahlrahmen, die den Federkern stabilisieren, und Spiralen, die die Federn miteinander verbinden. So ergibt sich bei geringer Belastung ein weicher, bei stärkerer ein  härterer Federungseffekt. Festere Federn im vorderen, nachgiebigere im  mittleren Bereich optimieren den Sitzkomfort. Taschenfederkern ist die  luxuriöseste Variante, bei der die einzelnen Zylinder in Säckchen aus  Nessel eingenäht und an den Berührungspunkten miteinander verbunden sind ? ein System, das jede Sitzposition unterstützt.

 

Schaumstoffe

Polytherschaum

Die Natur hat uns den Weg gezeigt: Formstabilität bei geringst möglichem Gewicht durch Wabenstruktur. Polytherschaum (= Polyurethan-Weichschaumstoff = PUR) gewährleistet Tragfähigkeit, geringes Gewicht plus Elastizität und Luftdurchlässigkeit. Dieser organische Werkstoff entsteht als Syntheseprodukt aus dem natürlichen Rohstoff Erdöl. Polytherschaum bietet universelle Anwendungsvielfalt und stellt daher einen fixen Bestandteil unseres Lebens dar. Das Polyadditionsverfahren wurde 1937 erstmals verwendet. Flüssige Rohstoffe werden gemischt und bauen lineare Molekülketten auf. Durch Zugabe von Wasser entsteht natürliche Kohlensäure. Diese unterstützt den Aufschäumungsvorgang und sorgt fr die dreidimensionale Zellstruktur. Das computerunterstützte Herstellungsverfahren steuert die gewünschten Eigenschaften von Polyätherschaum: Sowohl Gewicht als auch Härtegrad lassen sich stufenlos regulieren. Die Weiterentwicklung und Verbesserung der Rezepturen ist die Garantie für höchste Qualität

 

Polyurethan-Kaltschaum

Ursprünglich wurde Kaltschaum als Formschaum entwickelt.Der irreführende Name ?Kaltschaum“ entstand deshalb, weil in den 70er Jahren Formschäume ausschließlich in beheizten Formen hergestellt wurden und beim neuen ?Kaltschaum“ die Formen nicht mehr beheizt werden mussten. Heute wird Kaltschaum vor allem in Blöcken geschäumt. Das Herstellungsverfahren entspricht dem des Polytherschaums und unterscheidet sich nur in der Rezeptur des Materials. Die internationale Bezeichnung für Kaltschaum lautet HR-Schaum (high resilient = hochelastisch). Die Hauptunterschiede zwischen Kaltschaum und Polytherschaum bestehen darin, dass der Kaltschaum größere unregelmäßige Poren besitzt, die für bessere Luftzirkulation sorgen, sowie in der höheren Punktelastizität des Kaltschaums gegenüber dem Polytherschaum

 

 

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